E-Rechnung

Der Zeitplan für die E-Rechnung: Schrittweise Umsetzung in 2018, 2019 und 20203 min Lesezeit

Die Verpflichtung zur Nutzung von E-Rechnungen im öffentlichen Auftragswesen tritt schrittweise in Kraft. Am 27. November 2018 wurden die Bestimmungen des E-Rechnungs-Gesetzes und der E-Rech-VO verbindlich. Dennoch gibt es einige Übergangsfristen bis 27. November 2019 sowie bis 18. April 2020 und 27. November 2020.

19. November 2019 2 min Lesezeit

Der Zeitplan für die E-Rechnung: Schrittweise Umsetzung in 2018, 2019 und 20203 min Lesezeit

In diesem zeitlichen Überblick zur E-Rechnung erfahren Sie

  • ab wann die öffentlichen Auftraggeber des Bundes E-Rechnungen annehmen müssen
  • wie lange Sie noch Papierrechnungen an Bundesstellen versenden können
  • bis wann Sie als Rechnungssteller auf den elektronischen Rechnungsversand umstellen müssen
  • welche Umsetzungsfrist für öffentliche Auftraggeber der Länder und Kommunen gilt

Die E-Rechnungspflicht in Schritten: Vom 27. November 2018 bis 27. November 2020

Deutschland hat für die Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/55 über den elektronischen Rechnungsaustausch vom 16. April 2014 diesen Zeitplan festgelegt:

E-Rechnungs-Gesetz und E-Rech-VO am 27. November 2018 in Kraft getreten

Am 1. Dezember 2016 hat der Bundesgesetzgeber das E-Rechnungsgesetz verabschiedet, das ab dem 27. November 2018 elektronische Rechnungen bei öffentlichen Aufträgen des Bundes vorsieht. Die dazugehörige E-Rechnungsverordnung der Bundesregierung trat ebenfalls – abgesehen von einigen Ausnahmen – am 27. November 2018 in Kraft.

27. November 2018: Oberste Bundesbehörden müssen E-Rechnungen annehmen können

Ab wann die E-Rechnungspflicht verbindlich ist, richtet sich danach, um welche öffentlichen Auftraggeber des Bundes es sich handelt. Die obersten Bundesbehörden wurden bereits ab 27. November 2018 dazu verpflichtet, eingehende E-Rechnungen zu empfangen und zu bearbeiten (§ 11 Absatz 1 E-Rech-VO). Dies bedeutet, dass die Bundesministerien und Verfassungsorgane ab diesem Stichtag elektronische Rechnungen annehmen müssen, wenn ihnen solche übermittelt werden.

27. November 2019: Die übrigen öffentlichen Bundesauftraggeber müssen E-Rechnungen annehmen können

Alle anderen öffentlichen Auftraggeber des Bundes haben bis zum 27. November 2019 Zeit, um die Voraussetzungen für den elektronischen Rechnungsempfang zu treffen. Dies ergibt sich aus § 11 Absatz 2 E-Rech-VO, der für Sektorenauftraggeber und Konzessionsgeber eine längere Umsetzungsfrist als für die obersten Bundesbehörden vorsieht.

Tipp: Ab diesen zwei Stichtagen in den Jahren 2018 und 2019 besteht lediglich eine Pflicht der Bundesorgane, E-Rechnungen anzunehmen. Als Rechnungssteller können Sie ab diesen Zeitpunkten das elektronische Rechnungsformat für die Rechnungsstellung an Bundesstellen verwenden. Eine Verpflichtung, E-Rechnungen an diese öffentlichen Auftraggeber zu versenden, besteht dann allerdings noch nicht. Sie können daher in dieser Übergangsfrist noch die klassische Papierrechnung verwenden.

27. November 2020: Rechnungssteller müssen E-Rechnungen übermitteln

Der deutsche Gesetzgeber gewährt den Rechnungsstellern eine Übergangsfrist bis zum 27. November 2020 (§ 11 Absatz 3 E-Rech-VO). Demnach müssen Rechnungssteller spätestens ab 27. November 2020 bei öffentlichen Aufträgen von Bundesstellen das elektronische Rechnungsformat nutzen.

Tipp: Als Lieferant öffentlicher Auftraggeber haben Sie daher noch bis November 2020 Zeit, um Ihr Rechnungssystem auf den elektronischen Rechnungsversand umzustellen. Ab dem Stichtag 27. November 2020 werden Industrieunternehmen, Dienstleistungsbetriebe und Handelsunternehmen dazu verpflichtet sein, bei öffentlichen Aufträgen an Bundesstellen elektronische Rechnungen zu übermitteln. Der Versand einer Papierrechnung an öffentliche Bundesauftraggeber ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Längere Umsetzungsfrist für Länder und Kommunen bis 18. April 2020

Öffentlichen Auftraggebern, die nicht dem Bund angehören, bleibt eine längere Umsetzungsfrist. So haben die Bundesländer und Kommunen noch bis zum 18. April 2020 Zeit, um die EU-Richtlinie 2014/55 über die elektronische Rechnungsstellung für öffentliche Aufträge umzusetzen. Spätestens zu diesem Termin müssen die entsprechenden Gesetze und Verordnungen der deutschen Bundesländer und Kommunen in Kraft treten.

Tipp: Aus momentaner Sicht ist davon auszugehen, dass diese öffentlichen Auftraggeber die Umsetzungsfrist für die elektronische Rechnungsstellung bis zum 18. April 2020 ausreizen werden. Wenn Sie öffentliche Aufträge für Bundesländer oder Kommunen abwickeln, haben Sie noch Zeit, um sich auf den elektronischen Rechnungsaustausch einzustellen.

Den 27. November 2020 als wichtige Deadline beachten

Rechnungssteller, die öffentliche Aufträge von Bundesstellen übernehmen, sollten sich den 27. November 2020 als wichtige Deadline markieren. Ab diesem Stichtag können Sie als Rechnungssteller im öffentlichen Auftragswesen des Bundes nur mehr E-Rechnungen versenden.

Freiberufler, selbstständiger Unternehmer und bereits seit über zehn Jahren erfolgreich selbstständig.