E-Rechnung

Leitweg-Identifikationsnummer: Elektronische Adresse für E-Rechnungen2 min Lesezeit

Die Leitweg-Identifikationsnummer ist eine der Pflichtangaben, die jede elektronische Rechnung laut E-Rechnungsverordnung haben muss. In § 5 E-Rech-VO nennt der deutsche Gesetzgeber die Leitweg-ID als verpflichtenden Bestandteil der strukturierten Rechnungsdaten. Als Rechnungssteller fragen Sie sich, wofür Sie diese Leitweg-Identifikationsnummer benötigen und woher Sie diese Nummer bekommen.

19. November 2019 2 min Lesezeit

Leitweg-Identifikationsnummer: Elektronische Adresse für E-Rechnungen2 min Lesezeit

Was ist die Leitweg-Identifikationsnummer?

Bei der Leitweg-Identifikationsnummer (Leitweg-ID) handelt es sich um eine Zahlenkombination, die sich eindeutig einer bestimmten Behörde zuordnen lässt. Die Leitweg-Identifikationsnummer fungiert dabei als Adresse der elektronischen Rechnung. Sie ist damit das Pendant zur Anschrift des Rechnungsempfängers bei der klassischen Papierrechnung.

Wer gibt die Leitweg-ID aus?

Für die Leitweg-IDs ist das KKR, das Kompetenzzentrum für das Kassen- und Rechnungswesen des Bundes, verantwortlich. Diese Bundesbehörde entwickelt und verwaltet die Leitweg-Identifikationsnummern.

In Vorbereitung auf den elektronischen Rechnungsaustausch müssen die Bundesstellen an das zentrale E-Rechnungsportal angebunden werden. Zu diesem Zweck richten sie über das KKR Leitweg-IDs ein, die eine eindeutige Adressierung ermöglichen.

Leitweg-ID als Bestandteil der strukturierten Rechnungsdaten

Als Rechnungssteller melden Sie sich für das zentrale Verwaltungsportal des Bundes an, um die elektronische Rechnung im Web zu erfassen und an den digitalen Briefkasten des Empfängers zu übermitteln. Die strukturierten Rechnungsdaten müssen unter anderem eine Leitweg-ID als Kriterium für die Zuordnung zum Rechnungsempfänger enthalten.

Tipp: Diese Leitweg-Identifikationsnummer muss die jeweilige Bundesstelle, an die Sie Ihre E-Rechnung adressieren, zur Verfügung stellen.

Wofür benötigen Sie als Rechnungssteller die Leitweg-Identifikationsnummer?

Wenn Sie eine E-Rechnung ausstellen, muss sich dieses elektronische Dokument eindeutig einer Verwaltungseinheit des Bundes zuordnen lassen. Ähnlich wie bei einer Papierrechnung benötigen Sie auch bei einer elektronischen Rechnung eine Adresse. Die Leitweg-ID sorgt dafür, dass die E-Rechnung beim Weg über den zentralen Rechnungseingang des Bundes beim richtigen Rechnungsempfänger ankommt. Anhand der Leitweg-Identifikationsnummer kann die elektronische Rechnung automatisch zum Freigabesystem der zuständigen Verwaltungseinheit weitergeleitet werden.

Wie ist eine Leitweg-Identifikationsnummer aufgebaut?

Die Leitweg-ID besteht aus mehreren Ziffern. Eine Leitweg-Identifikationsnummer beinhaltet acht Stellen für die Behörde, fünf bis zehn Stellen für die Verwaltungseinheit der Bundesbehörde sowie eine zweistellige Prüfnummer.

Wenn Sie beispielsweise die Leitweg-ID des Deutschen Wetterdienstes betrachten, erkennen Sie diesen Aufbau:

99 0 00 000 – 01818 – 16

1. Kennzahl des Bundeslandes

2. Kennzahl des Regierungsbezirkes

3. Kennzahl Landkreis

4. Gemeinde-Kennzahl

5. Trennstrich

6. Bewirtschafternummer als Zuordnung zur Verwaltungseinheit

7. Trennstrich

8. Zweistellige Prüfziffer

Die Bewirtschafternummer lässt eine exakte Adressierung an die Verwaltungseinheit einer bestimmten Bundesbehörde zu. Für die Feinadressierung sind die dritte bis siebente Stelle der Bewirtschafternummer entscheidend.

Mit der Leitweg-Identifikationsnummer haben Sie die elektronischen Adressdaten des Rechnungsempfängers. Anhand dieser Zahlenkombination lässt sich nachvollziehen, an welche Verwaltungseinheit die E-Rechnung weitergeleitet werden soll. Damit ist sichergestellt, dass die elektronische Rechnung im digitalen Briefkasten des richtigen Rechnungsempfängers ankommt.

Freiberufler, selbstständiger Unternehmer und bereits seit über zehn Jahren erfolgreich selbstständig.