Gewerbeanmeldung

Der Gewerbeschein: Nachweis für die Gewerbeanmeldung und mögliche Kosten3 min Lesezeit

Im Zusammenhang mit einem Gewerbe beziehungsweise einer gewerblichen Tätigkeit fällt regelmäßig der Begriff Gewerbeschein. Für Betroffene stellt sich die Frage: Was ist ein Gewerbeschein und wofür braucht man ihn? Ein weiterer relevanter Punkt ist der Kostenfaktor.

21. Mai 2019 2 min Lesezeit

Der Gewerbeschein: Nachweis für die Gewerbeanmeldung und mögliche Kosten3 min Lesezeit

Mit dem Gewerbeschein hält der Betroffene die offizielle Bestätigung seiner Gewerbeanmeldung in den Händen. Es handelt sich um eine amtliche Meldebestätigung, für die eine Gebühr anfällt. Je nach Gewerbe können Zusatzkosten für das amtliche Führungszeugnis, einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister und die Handwerkskarte anfallen. Im Gastgewerbe benötigt der Betroffene zusätzlich zum Gewerbeschein eine gebührenpflichtige Gaststättenkonzession. 

Was ist ein Gewerbeschein?

Selbstständige, die ein Gewerbe ausüben möchten, müssen sich einen Gewerbeschein ausstellen lassen. Sie erhalten diese Bescheinigung, wenn sie die Gewerbeanmeldung bei der zuständigen Stelle vornehmen. Sobald der Betroffene sein Gewerbe angemeldet hat, stellt ihm die Gemeinde oder Stadt einen Gewerbeschein aus.

Mit diesem Dokument bestätigt die zuständige Stelle, dass der Gewerbetreibende das Gewerbe ordnungsgemäß angemeldet hat. Beim Gewerbeschein handelt es sich um eine Ausfertigung des Gewerbeformulars, die über ein Dienstsiegel und eine Unterschrift verfügt. Die umgangssprachliche Bezeichnung „Gewerbeschein“ steht für den Gewerbeanmeldungsschein, den das zuständige Amt ausfertigt.

Wofür benötigt der Betroffene einen Gewerbeschein?

Aus Sicht der Behörden ist dieser Schein als Meldebestätigung bzw. Empfangsbescheinigung einzustufen. Mit dem Gewerbeschein kann der Betroffene nachweisen, dass er sein Gewerbe vorschriftsgemäß angemeldet hat. Damit ist der Anmeldevorgang beendet.

Mit anderen Worten: Der Gewerbetreibende benötigt den Gewerbeschein als offiziellen Nachweis für die Gewerbeanmeldung.

Kosten für den Gewerbeschein

Das Gewerbeamt stellt eine Bearbeitungsgebühr in Rechnung, wenn sie diese Bescheinigung für die Gewerbeanmeldung ausstellt. Die Kosten für die Ausstellung eines Gewerbescheins sind in den Städten und Gemeinden unterschiedlich geregelt. Es gibt keine allgemeingültige Gebühr. Die Gebühr für den Gewerbeschein muss jeder Gewerbetreibende bei der Anmeldung bezahlen, egal um welche Art von Gewerbe es sich handelt.

Mögliche Zusatzkosten berücksichtigen: Führungszeugnis, Handwerkskarte & Co.

Zusätzlich können noch weitere Kosten anfallen, die von der jeweiligen gewerblichen Tätigkeit abhängig sind. Dies betrifft spezielle Genehmigungen, die der Betroffene benötigt, um das Gewerbe ausführen zu dürfen:

  • Gebühr für ein polizeiliches Führungszeugnis: Wer ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen muss, rechnet mit einer zusätzlichen Gebühr in Höhe von 13 Euro. Diesen Betrag erhebt das Bundesamt für Justiz.
  • Gebühr für einen Gewerbezentralregisterauszug: Liegt ein erlaubnispflichtiges oder überwachungsbedürftiges Gewerbe vor, wird für die Ausstellung eines Gewerbezentralregisterauszuges eine Gebühr in Höhe von 13 Euro fällig.
  • Handwerkskarte: Handwerker, die sich selbstständig machen, benötigen zusätzlich zum Gewerbeschein eine Handwerkskarte. Sie müssen ihren Handwerksbetrieb in die Handwerksrolle eintragen lassen und stellen hierfür einen separaten Antrag. Die Gebühren für die Handwerkskarte variieren je nach Handwerkskammer und lassen sich nur schwer beziffern. Regelmäßig bewegen sich die Kosten für die Handwerkskarte zwischen 50 Euro und 200 Euro. Beispiel: Die Handwerkskammer Stuttgart verrechnet für die Eintragung eines Betriebes in die Handwerksrolle und die Ausstellung der Handwerkskarte eine Gebühr in Höhe von 150 Euro. 

Gaststättenkonzession: Wer ein Gaststättengewerbe betreiben möchte, muss regelmäßig um eine Erlaubnis ansuchen. Eine solche Gaststättenkonzession ist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Wie hoch die Gebühr für diese Gaststättenerlaubnis ausfällt, richtet sich nach der Gebührenordnung der jeweiligen Stadt, Gemeinde oder des Landratsamtes.

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Freiberufler, selbstständiger Unternehmer und bereits seit über zehn Jahren erfolgreich selbstständig.